1. Lötwasser (z. B. Lötwasser „Hobby“)
➡️ Flüssig, relativ aggressiv
Eigenschaften:
- Sehr gute Reinigungswirkung (entfernt starke Oxidschichten)
- Dünnflüssig → dringt gut in Spalten ein
- Korrosiv, wenn Rückstände bleiben
Typische Verwendung:
- Dachrinnen, Bleche, Kupferrohre
- Allgemeine Metallarbeiten
❗ Wichtig:
- Nach dem Löten unbedingt reinigen!
Fazit:
Stark & effektiv – eher für Metallarbeiten, nicht für Elektronik.
2. Lötfett
➡️ Pastenförmig, ebenfalls aggressiv
Eigenschaften:
- Ähnlich wie Lötwasser, aber dicker
- Bleibt besser an der Stelle haften
- Auch korrosiv
Typische Verwendung:
- Gröbere Arbeiten (z. B. Rohre, Bleche)
- Wenn das Flussmittel nicht verlaufen soll
Fazit:
Wie Lötwasser, aber „kontrollierter“ durch die dicke Konsistenz.
3. Kolophonium (Harz)
➡️ Fest oder im Lot enthalten, mild
Eigenschaften:
- Deutlich weniger aggressiv
- Nicht oder kaum korrosiv
- Rückstände oft unkritisch
Typische Verwendung:
- Elektronik (Platinen, Kabel)
- Feinlöten
Fazit:
Schonend & sicher – ideal für empfindliche Bauteile.
Ergänzung: Synthetische Flussmittel (z. B. No-Clean, wasserlöslich)
➡️ Moderne, chemisch optimierte Flussmittel (oft „No-Clean“)
Eigenschaften:
- Basieren nicht auf Naturharz (Kolophonium), sondern auf künstlichen Harzen/chemischen Aktivatoren
- Aktivität einstellbar: von sehr mild bis sehr stark
- Oft als:
- No-Clean → kaum Rückstände, meist nicht korrosiv
- wasserlöslich → sehr stark, aber muss abgewaschen werden
- Rückstände sind häufig nicht leitend und nicht korrosiv
Typische Verwendung:
- Moderne Elektronikfertigung (SMD, Rework)
- Präzises Handlöten
- Industrieprozesse
Fazit:
Flexibel, sauber und Stand der Technik – besonders für Elektronik.